Moderne refraktive Chirurgie in Glienicke:

Scharf sehen auch ohne Brille

Trotz der mittlerweile hervorragenden optischen Qualität der heutigen Brillen und Kontaktlinsen träumen viele Fehlsichtige davon, ohne diese Sehhilfen auszukommen. Denn ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen bedeutet empfundene Freiheit im Alltag, beim Sport und im Beruf.

Die moderne refraktive Chirurgie bietet heute maßgeschneiderte Lösungen, um nahezu jede Form von Fehlsichtigkeit – ob Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung oder Alterssichtigkeit – dauerhaft zu korrigieren. Das übergeordnete Ziel all dieser Verfahren ist es, die Lichtbrechung des Auges so zu optimieren, dass einfallende Lichtstrahlen wieder exakt auf der Netzhaut gebündelt werden. Das Ergebnis: ein scharfes Bild und ein Alltag in vollkommener Brillenfreiheit.

Der Einstieg: das Augenlasern

Wenn Patienten an ein Leben ohne Sehhilfe denken, fällt meist recht schnell der Begriff Augenlaser. Das ist kein Wunder, denn Laserverfahren an der Hornhaut bilden seit Jahrzehnten das bekannteste Fundament der refraktiven Chirurgie.

Das Prinzip des Augenlasers ist recht simpel: ein computergesteuerter Laser trägt Gewebeschichten auf der Oberfläche oder im Inneren der Hornhaut ab. Dadurch wird die äußere Krümmung des Auges dauerhaft verändert – die Hornhaut übernimmt quasi die Funktion der bisherigen Brille.

Aber: obwohl das Augenlasern für viele Menschen mit moderaten Fehlsichtigkeiten und gesunder Hornhaut sehr gute Ergebnisse liefert, stößt es schnell an biologische und physikalische Grenzen. Genau an dieser Schwelle schlägt die Stunde der modernen refraktiven Linsenchirurgie.

Die Vorteile der refraktiven Linsenchirurgie

Während das Augenlasern unwiederbringlich Gewebe abträgt, setzt die moderne refraktive Linsenchirurgie auf hochpräzise, körpereigene oder künstliche Implantate. In Deutschland entscheidet sich mittlerweile fast jeder dritte Patient für eine linsenchirurgische Lösung. Dieses Segment bietet im Vergleich zum klassischen Augenlaser signifikante, medizinische und optische Vorteile:

1. Volle Reversibilität

Was der Augenlaser an Gewebe von der Hornhaut wegbrennt, ist unwiderruflich verloren. Die refraktive Linsenchirurgie – insbesondere der Einsatz von phaken Intraokularlinsen wie der ICL oder IPCL – bietet hingegen maximale Sicherheit durch Umkehrbarkeit. Diese hauchdünnen Speziallinsen werden zusätzlich zur körpereigenen Linse ins Auge eingesetzt. Bei Bedarf, veränderten Sehwerten oder im Alter können sie in einem kurzen Eingriff vollständig und rückstandslos wieder entfernt oder ausgetauscht werden. Die natürliche Anatomie des Auges bleibt komplett intakt.

2. Keine Grenzen bei extremen Fehlsichtigkeiten

Ab einer Kurzsichtigkeit von etwa -8 Dioptrien oder einer Weitsichtigkeit von +3 Dioptrien stößt der Augenlaser an seine Sicherheitsgrenzen, da die Hornhaut sonst gefährlich dünn und instabil werden würde. Für die Linsenchirurgie beginnt hier erst die Paradedisziplin: Phake Linsen (ICL/IPCL) können extreme Sehfehler (problemlos bis zu -20 Dioptrin oder +10 Dioptrien) korrigieren, bei denen ein Laser absolut machtlos ist.

3. Unabhängigkeit von der Hornhautbeschaffenheit

Ein Augenlaser setzt eine perfekt geformte und ausreichend dicke Hornhaut voraus. Viele Menschen haben jedoch von Natur aus eine zu dünne Hornhaut, unregelmäßige Oberflächenstrukturen oder leiden unter chronisch trockenen Augen. Da die Linsenchirurgie die Hornhautoberfläche und deren empfindliche Nervenbahnen unberührt lässt, ist sie für diese Patienten oft die einzige sichere und schonende Möglichkeit, Brillenfreiheit zu erlangen.

4. Dauerhafte Lösung gegen Alterssichtigkeit

Ab dem 45. Lebensjahr verliert die körpereigene Linse an Elastizität – die Alterssichtigkeit (Presbyopie) setzt ein, und die Gleitsichtbrille wird unumgänglich. Ein Hornhautlaser kann diesen Alterungsprozess im Inneren des Auges nicht dauerhaft aufhalten. Hier spielt der Refraktive Linsenaustausch (RLE) seine volle Stärke aus: Die gealterte Linse wird durch eine hochmoderne Linse ersetzt. Diese Premiumlinsen ermöglichen scharfes Sehen in allen Entfernungen (Nah, Zwischenbereich, Ferne) und schützen den Patienten gleichzeitig lebenslang vor dem Entstehen des Grauen Stars (Katarakt). Und auch ein Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) lässt sich so problemlos korrigieren.

5. Überlegene Sehqualität bei Nacht

Bei sehr hohen Dioptrienwerten kann eine Laserabtragung auf der Hornhaut zu optischen Phänomenen wie Halos (Lichthöfen) oder einem reduzierten Kontrastsehen in der Dämmerung führen. Hochwertige Linsenimplantate weisen exzellente optische Eigenschaften auf und bieten gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen oft ein kontrastreicheres, schärferes und stabileres Seherlebnis.

Die refraktive Linsenchirurgie bietet ein Höchstmaß an Flexibilität, Sicherheit und Sehqualität. Sie macht Brillenfreiheit auch dort möglich, wo der Laser an seine Grenzen stößt. In der Augentagesklinik Glienicke bieten wir Ihnen die folgenden Verfahren der Sehfehlerkorrektur an:

ICL/IPCL:

Implantierbare Kontaktlinsen

Für Patienten mit sehr hoher Fehlsichtigkeit, einer dünnen Hornhaut oder chronisch trockenen Augen ist das Augenlasern oft nicht optimal. Hier bieten implantierbare Kontaktlinsen (ICL/IPCL) eine faszinierende und hochelastische Alternative: Dabei wird eine hauchdünne, körperverträgliche Zusatzlinse (Phake Intraokularlinse) sanft zwischen Iris und der natürlichen Augenlinse eingesetzt.

Darstellung einer körperverträglichen Zusatzlinse

Diese Kunstlinse kann vielfältige Refraktionsfehler wie eine Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung korrigieren.

Der große Vorteil an diesem Verfahren ist, dass anders als bei refraktiven Lasereingriffen an der Hornhaut kein Gewebe abgetragen wird, hohe Fehlsichtigkeiten korrigierbar sind und das Verfahren vollständig reversibel ist. Das heisst, die Linse könnte bei Bedarf jederzeit wieder entfernt oder ausgetauscht werden.

Die ICL/IPCL ist für den Patienten nicht spürbar, sodass sie als sehr komfortabel empfunden wird.

Animierte Darstellung der Implantation einer körperverträglichen Zusatzlinse

Wichtig für den Erfolg der ICL/IPCL ist eine präoperative ausführliche Untersuchung und Vermessung des Auges, um zu beurteilen, ob die anatomischen Voraussetzungen für eine Linsen-Implantation gegeben sind. Sollten die Untersuchungsergebnisse die Kriterien erfüllen, dann steht dem Sehen ohne Brille nichts mehr im Wege.

Wenn Sie Ihre herkömmlichen Kontaktlinsen nicht mehr vertragen und die refraktive Chirurgie mit einem so genannten Augenlaser bei Ihnen aufgrund Ihrer Werte nicht (mehr) möglich ist, dann stellt die Implantation von Kontaktlinsen ins Auge ggf. eine sehr interessante Möglichkeit für Sie dar.

Die Lösung bei Altersweitsichtigkeit:

Refraktiver Linsentausch (RLE/CLE)

Wenn ab Mitte 40 die körpereigene Linse an Elastizität verliert und die Lesebrille zum ständigen Begleiter wird, stößt der Augenlaser an seine Grenzen. Der refraktive Linsentausch ersetzt die alternde Linze durch eine maßgeschneiderte Hightech-Linse (z. B. eine Multifokallinse oder EDoF-Linse).

Der RLE (Refraktiver Linsenaustausch) und die CLE (Clear Lens Extraction) bezeichnen im Wesentlichen exakt dasselbe Verfahren. Es sind lediglich zwei unterschiedliche medizinische Begriffe für ein und dieselbe Operation mit unterschiedlichem Ziel:

  • Beim „refraktiven Linsentausch“ wird die Operation rein mit der Absicht durchgeführt, eine Fehlsichtigkeit (die Brechkraft des Auges) zu korrigieren, um den Patienten unabhängig von einer Brille oder Gleitsichtbrille zu machen.
  • Die „Entfernung der klaren Linse“ betont dagegen den medizinischen Zustand der Linse zum Zeitpunkt der OP. Im Gegensatz zur klassischen Grauer-Star-Operation, bei der eine bereits getrübte Linse entfernt wird, ist die körpereigene Linse bei der CLE noch vollkommen klar und gesund. Sie wird rein deshalb entfernt, weil sie im Alter ihre Elastizität verloren hat (Alterssichtigkeit) oder aber extreme Dioptrienwerte aufweist.

Das Prinzip dahinter ist der konsequente Schritt für Patienten, bei denen ein Augenlaser oder eine Zusatzlinse (wie die ICL/IPCL) biologisch nicht mehr sinnvoll ist: die körpereigene Linse wird entfernt und durch eine hochmoderne Kunstlinse ersetzt.

  • Dieses Verfahren korrigiert mehrere Sehdistanzen gleichzeitig (Ferne, Zwischenbereich und Nähe).
  • Zusatz-Effekt: Ein Linsentausch schützt Sie lebenslang vor der Entstehung des Grauen Stars (Katarakt).

Hinterkammerlinse (18,5 Dioptrien, Gesamtlänge 13 mm, Durchmesser 6,0 mm) auf Zeigefingerkuppe

Der Schritt in ein Leben ohne Sehhilfe ist Vertrauenssache. In der Augentagesklinik Glienicke begleiten wir Sie von der ersten Beratung über den schmerzfreien, ambulanten Eingriff bis hin zur finalen Nachsorge persönlich und mit chirurgischer Höchstpräzision.

Immer wieder kommen Patienten mit dem Wunsch nach einem „Augenlasern“ zu uns nach Glienicke. Aus den genannten Gründen haben wir uns ganz bewusst auf die modernen Verfahren der refraktiven Linsenchirurgie spezialisiert. Dennoch lassen wir Sie mit Ihrem Wunsch nicht allein: im Rahmen unserer Voruntersuchungen prüfen wir ganz neutral, welches Verfahren biologisch und optisch am besten zu Ihren Augen passt. Sollte ein „Augenlaser“ die gewünschte und für Sie medizinisch sinnvollste Lösung sein, profitieren Sie von unserem exzellenten Netzwerk: wir arbeiten eng mit hochspezialisierten Kollegen zusammen, an die wir Sie für den Lasereingriff gerne und vertrauensvoll überweisen.

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Weitere Termine nach Vereinbarung.

Augentagesklinik Glienicke

Oranienburger Chaussee 31-33
16548 Glienicke/Nordbahn

Sie finden uns zwischen
Aral und McDonalds.

Parkplätze vorhanden

Reservierte Parkplätze finden Sie direkt vor der Klinik.

Weitere Parkmöglichkeiten finden Sie im Bereich Nohlstraße, Edelhofdamm und Leipziger Straße.


Mit ÖPNV: vom S-Bahnhof Frohnau laufen Sie ca. 1,3 km (17 min Fußweg); alternativ Buslinien 806 / 809 (Friedrich- Wegner-Platz) in unsere Nähe. Der Fußweg beträgt dann ca. 500 m (7 min).